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HauptautorJohann Gwehenberger
MitautorenJürgen Redlich, Marcel Borrack, Christoph Lauterwasser
MedientypPDF-Dokument
PublikationsartVortrag
Erscheinungsjahr2018
Verlag27. EVU Conference, Dubrovnik

Fahrerassistenzsysteme leisten nachweislich einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Unfallforschung im Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat dazu seit über einem Jahrzehnt im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte Wirkpotentiale analysiert. In diesem Aufsatz werden zunächst die Methoden zur Analyse des Schadenvermeidungspotentials und der Wirksamkeit von Fahrerassistenzsystemen aufgezeigt. Mit diesen Analysemethoden hat das AZT in Zusam-menarbeit mit den Automobilherstellern Audi, Daimler und Volvo die Effektivität und die Grenzen von Frontkollisionswarnsystemen und autonomen Notbremssystemen bei Pkw untersucht. Die Ergebnisse dazu werden im Überblick dargestellt.

In einem weiteren Schwerpunkt widmet sich der Aufsatz einer GDV-Studie zur Prognose des Einflusses von Assistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen auf die Schadenentwicklung in Deutschland, die von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe mit Ingenieuren, Mathematikern, Versicherungsexperten und Unfallforschern durchgeführt wurde. Dabei werden ausgehend von den heutigen realen Unfallsituationen die unfallvermeidenden Potentiale (Relevanz) der einzelnen FAS analysiert und mit den Schadendaten der Kraftfahrtversicherung kombiniert. Bereits nachgewiesene Wirkpotentiale (Effizienz, Nutzungsgrad) werden ergänzt durch die Einschätzung der Experten in der Projektgruppe. Die Ergebnisse zeigen eine Reduzierung des Schadenaufwands bis 2035 durch FAS- und HAF-Systeme in der Kraftfahrtversicherung um 7 - 16 % im Vergleich zu 2015. Darin enthalten sind bereits absehbare Reparaturkostenerhöhungen durch Komponenten bzw. Sensoren dieser Systeme von 3 - 7 % und die Bestandsentwicklung von Pkw bis 2035.


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