Rekonstruktion
Versuche
Experts
Forschung
Datenbank
Kongresse
HauptautorMelanie Kreutner
MitautorenChristoph Lauterwasser
MedientypPDF-Dokument
PublikationsartVortrag
Erscheinungsjahr2018
Verlag27. EVU Conference, Dubrovnik

Der Beitrag gibt einen aktuellen Überblick über die Erfahrung des AZT mit der Komplexität und den Einschränkungen bei der Speicherung von Unfall- und Eventdaten sowie der technischen Zugriffsmöglichkeit. Es zeigt sich, dass schon heute eine Vielzahl von Daten in den Fahrzeugen gespeichert wird, gleichzeitig ist modell-, marken- oder herstellerübergreifend kein einheitlicher Standard etabliert. Bei Crashversuchen zeigten sich gute Übereinstimmungen bezüglich der durch externe Messtechnik gemessenen und der vom Fahrzeug aufgezeichneten CDR-Daten – sofern die Beschränkungen bei der Datengenerierung im Fahrzeug verstanden und beachtet wurden. Mit Blick auf hochautomatisierte Fahrzeuge wurde seitens der Bundesrepublik Deutschland in der Neuregelung des Straßenverkehrsgesetzes (§ 63a StVG) eine standardisierte und regulierte Datenspeicherung, die sich auf Informationen zur Feststellung des Fahrmodus beschränkt, vorgeschrieben. Die Regulierung der Zugriffsmöglichkeit auf diese Daten und die konkrete Ausgestaltung eines Datenmodells steht derzeit noch aus. Die Allianz setzt sich für das Modell eines unabhängigen Datentreuhänders ein, der Berechtigten einen einfachen, manipulationssicheren, fairen und diskriminierungsfreien Zugang zu den entsprechenden Datenelementen ermöglicht.In der Arbeitsgruppe AHEAD wird mit der Unterstützung des AZT und weiteren Kooperationspartnern ein Datenmodell, das eine sachgerechte Aufklärung von Unfällen und Ereignissen mit hochautomatisierten Fahrzeugen zukünftig erlauben soll, erarbeitet. Zweckmäßige Datenelemente aus den Fahrdaten, der Umfeld- und Objekterkennung, der Fahreraktivität und dem Crash sollen definiert und Daten sowie Formate vereinheitlicht werden. In Crashversuchen wird das entworfene Datenmodell validiert und evaluiert. Ziel ist es, dass dieses Datenmodell schließlich in der Normierungsarbeit für die Homologation von hochautomatisierten Fahrzeugen (ab Level 3) zu Grunde gelegt werden kann.

(EVU-Mitglieder können den ganzen Beitrag herunterladen)