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HauptautorWerner Gratzer
MitautorenPeter Harald Reif
MedientypPDF-Dokument
PublikationsartVortrag
Erscheinungsjahr2016
Verlag25. EVU Congress, Bratislava

Streifkollisionen bzw. Abgleitkollisionen stellen hohe Ansprüche an die Unfallrekonstruktion. Da sich die Fahrzeuge bei Abgleitkollisionen über einen längeren Zeitraum berühren als bei Kollisionen ohne Abgleiten, ist im Zuge der herkömmlichen Vorwärts- bzw. Rückwärtsrechnung die Wahl eines repräsentativen Stoßpunktes äußerst schwierig. Die falsche Wahl des Stoßpunktes wirkt sich entscheidend auf die berechnete Kollisionsgeschwindigkeit aus. Durch die längere Kollisionsdauer bei Abgleitkollisionen können die äußeren Kräfte nicht mehr vernachlässigt werden, der Gesamtimpuls am Ende der Kollision ist geringer als am Beginn der Kollision. Mit der Methode der Vorwärtsrechnung mit Partialkollisionen wird die gesamte Abgleitkollision in mehrere Teilkollisionen unterteilt. Da die Gesamtkollision erst nach der letzten Teilkollision abgeschlossen ist, müssen die k-Faktoren der davor liegenden Teilkollisionen negativ beginnend und bis ins positive ansteigend gewählt werden. Am Beispiel einer Auffahrkollision wird die grundsätzliche Theorie erläutert und im weiteren auf den Crash-Test SH 06.84 angewendet.

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