Ungeschützte Verkehrsteilnehmer – rechnerische und experimentelle Rekonstruktion innerstädtischer Radfahrunfälle
Rekonstruktion
Versuche
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Kongresse
HauptautorDr. Benedetta Arosio
MitautorenProf. Marco Anghileri
MedientypPDF-Dokument
PublikationsartVortrag
Erscheinungsjahr2017
Verlag26. EVU Conference, Haarlem

Die meisten Fahrradunfälle ereignen sich in Städten und unter Beteiligung von Kollisionen mit Kfz. Um zu einer Definition eines Finite-Elemente-Modells (FE) von Radfahrer und Fahrrad zu gelangen, in dem sich der Unfallhergang korrekt replizieren lässt, wurde eine rechnerische experimentelle Untersuchung durchgeführt. Die rechnerische Rekonstruktion wird über den Vergleich von Ergebnissen sowie per Korrelation mit experimentellen Prüfungen validiert. Ein FE-Fahrradmodell wurde entwickelt und verifiziert. Am verfügbaren Hybrid III FE-Modell wurde die Körperhaltung verändert, um es mit dem zuvor definierten Fahrradmodell zu kombinieren. Das Fahrrad- und Dummy-Modell wurde in seiner Gesamtheit in realen Unfallszenarien analysiert. Die ausgewerteten Szenarien unterscheiden sich nach dem Winkel Fahrrad-Kfz, der Geschwindigkeit, dem Fahrzeugmodell des Kfz. Das Hauptaugenmerk lag auf den Verletzungen des Radfahrers, nach Typologie und Schweregrad. Die Forschungsergebnisse sollten Schwellenwerte für Verletzungen sowie die Unterschiede in den Verletzungen mit oder ohne Schutzkleidung definieren. Außerdem sollte ein verlässliches rechnerisches Modell für Fahrrad und Dummy festgelegt werden. Eine Reihe von Kollisionen zwischen Kfz und Fahrrädern wurde mit dem FE-Fahrradmodell simuliert und mit dem FE-Modell Hybrid III kombiniert. Die rechnerischen Simulationen wurden im LS-DYNA-FEM-Gleichungslöser durchgeführt. So ließ sich das Szenario für die Aufprallwirkungen reproduzierten. Das FE-Modell für Räder wurde in Hypermesh erstellt und in LS-DYNA importiert, wo Analysen zur Validierung des Modells durchgeführt wurden. Die Simulationen wechselten zwischen verschiedenen Aufprallgeschwindigkeiten, Winkeln zwischen Rad und Fahrzeug sowie Fahrzeugtypen. Die Leistung des Modells wurde im Vergleich mit der experimentellen Untersuchung am La.S.T. (Labor für Transportsicherheit) am Politecnico di Milano unter vergleichbaren Bedingungen bewertet. Das anthropomorphe Testgerät Hybrid III wurde bedarfsgemäß instrumentiert (Kopfbeschleunigungsmesser, Nackenkraftaufnehmer, Thoraxbeschleunigungsmesser, Brustbeineindringungs-Transducer, Femur-Kraftaufnehmer). Es wurde an einem Stadtfahrradmodell angebracht, das auf Basis der Datenbank zu innerstädtischen Unfällen ausgewählt wurde. Die Forschungsarbeiten werden von ASAIS EVU Italien finanziert. Stichwörter: Ungeschützte Verkehrsteilnehmer, Fahrradunfall, Kopfverletzung, Hirnverletzung, Hybrid III, LS-DYNA

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